A Travellerspoint blog

Frohe Ostern!

Auch hier in Australien findet das Fest des Versteckens seine Anhaenger!

rain

Erstmal moechte ich allen Freunden und Lesern des Blogs ein frohes Osterfest wuenschen! Macht euch ein paar schoene Tage, geniesst die Fruehlingssonne und vielleicht findet ihr ja auch das ein oder andere Osterei! ;)

Hier in Australien gibt es dieses Fest selbstverstaendlich auch, nur das man langsam schon beginnen muss, die Eier unter Laubhuegeln zu suchen. Irgendwie komisch, wie sehr z.B. Feste auch mit den Jahreszeiten verknuepft sind. Auch hab ich hier immernoch meine Probleme mit den "winter-offers" in den Schaufenstern, so ganz umgestellt hab ich meine Jahreszeiten-Monate Verknuepfung wohl noch nicht! ;) Die Osterhasen gibt es hier auch, allerdings sehr cool mit Sonnenbrille. Oder wie bei uns im Hostel, wird einfach ein Halloween-Kuerbis mit Ohren und Schneidezaehne sowie weisser Bommel entsprechend getunt! Fuer mich jedenfalls haben solche Feste hier auf Reisen nicht die gleiche Bedeutung wie zu Hause, da zum einem die lieben Mitmenschen, mit denen man diese Feste begeht, nicht da sind als auch das fruehere Regelmaessigkeiten nichtig geworden sind. Bis vor einer Woche wusste ich noch nicht mal, wann denn genau Ostern sei, die Werbung hat sich hier in Perth naemlich erstaunlich zurueck gehalten, oder ich hab es einfach nur nicht so mitbekommen. :)

Aber da gibt es ja noch die guten Freunde, die mit ihren Wuenschen einen auch in dieser Hinsicht auf dem Laufenden halten. Einen auch sehr praxisorientierten, ja ueberlebensnotwendigen Wunsch hab ich von einem nicht namentlich zu nennenden Freund bekommen: "Jetzt noch ein kleiner Hinweis zum Ostereiersammeln. Die großen hat nicht der Osterhase versteckt. Also paß auf, dass Du keinen Stress mit dem Strauß bekommst!"

By the way, hier unten heissen die Viecher wohl Emu! ;) Also, kommt gut durch die Tage und lasst es euch gut gehen. Liebe Gruesse von hier unten!

Posted by Kays Welt 08.04.2007 3:46 AM Archived in Australia Comments (0)

Bürokratie!

Sonst hab ich mich in den ersten Tagen im neuen Land immer mit Sehenswuerdigkeiten beschaeftigt. Aber es geht auch anders ...

sunny 32 °C

Die ersten Tage in Perth hab ich mehr mit dem erledigen wichtiger Dinge verbracht als mit Sightseeing. Ehrlich gesagt hab ich da auch im Moment noch keine rechte Lust drauf!
Als erstes hab ich mir mein Arbeitsvisum in den Pass kleben lassen. Sieht nicht sonderlich schön aus…, dann noch ein Bankkonto beantragt. Da nur eine Bank am Samstag offen hatte, hab ich halt die Commonwealth Bank genommen, solch ein Kundenservice muss ja auch mal belohnt werden! ;) Ist obendrein das günstigste Konto und wenn der nette Mensch auf der anderen Seite der Glasscheibe es hinbekommt, bekomm ich mein Konto vielleicht auch zu Studi-Konditionen, also for free! Was braucht der Mensch noch?
Richtig, ne Steuernummer. Die kann man zum Glück online beantragen und sie wird einem dann zugesendet. Als nächstes hab ich meinen Lebenslauf auf Vordermann gebracht, unendlich viele Webseiten durchstöbert nach den besten Tipps dafür. Hab danach meinen Lebenslauf Martin gezeigt. Martin ist Ire, nun schon mehr als 1 ½ Jahre in Perth und beantragt gerade die dauerhafte Wohn- und Arbeitserlaubnis für Australien. Sein Kommentar, mein englisch sei besser als seins, spricht wohl eher gegen ihn als für mich! ;) Egal, Martin ist nämlich Chef des WestJobShops, eine Art Arbeitsvermittlung für Backpacker. Kaum hatte er meinen Lebenslauf gelesen, hatte ich auch schon meinen ersten Job: eine html-Email sollte ich für ihn bauen, mit der er mögliche Arbeitgeber ansprechen will. Lohn dafür war eine Woche free accomodation und soviel Internetzeit wie ich brauche. Ein paar Stunden mehr gesurft denn gearbeitet und schon 66 Euro gespart.
Okay, das ging schnell mit dem ersten Job. Aber so eine Bewerbung muss ja gestreut werden um den grösstmöglichen Rücklauf zu bekommen. Also auf zum nächsten Jobshop. Als ich da ankam, war die Bearbeiterin gerade am telefonieren. Vor ihr sass ein Backpacker. Ich setzte mich und hörte ihrem Gespräch zu. „Ja Rob, ich hab 2 Leute für Dich, einer aus Holland und einer aus „ da stockte sie und schaute mich erwartungsvoll an. ??? äääh Germany! „ja und aus Deutschland, können beide morgen starten!“ Was für ein Film läuft denn hier ab??? Tja, und schon hatte ich den nächsten Job, 2 Wochen Birnen pflücken! Mehr davon dann demnächst!

Posted by Kays Welt 13.03.2007 9:37 AM Archived in Australia Comments (0)

Australien – here we are!

sunny 32 °C

Hier bin ich nun, hat ja auch lange genug gedauert. ;) Jahrelanges Verschieben wegen den verschiedensten Gründen wie kein Geld – eigentlich immer der Hauptgrund – neuer Job, neues Studium etc. hatte ja schon zu Sprüchen wie „Daran glaub ich erst, wenn Du da bist“ geführt. Ehrlich gesagt, ging mir es da manchmal nicht anders! ;)

Aber das alles liegt nun weit weit hinter mir und vor mir ein grosser Kontinent voll spannender Natur, Menschen und hoffentlich Jobs. Stilecht bin ich mit dem fliegenden Kängeruh – Qantas – in Perth eingeschwebt.

Eigentlich ist fliegen für mich mittlerweile langweilig geworden. Kaum hat man das Flugzeug bestiegen und den einzig wirklich spannenden Teil – den Start – erlebt, möchte ich schon gerne wieder landen und aussteigen. Die Faszination Fliegen ist in Zeiten von Billigairlines auf die reine Raumüberwindung geschrumpft. Entsprechend hatte ich mir vorgenommen, auf dem 5 stündigen Flug zu schlafen, da ich ja nachts um 2.00 Uhr in Perth landen würde. Tja, da hatte ich wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht! Die erste positive Überraschung war die Sitzreihenanordnung: nur 2 Reihen an den Fenstern und in der Mitte 4 Sitze. Damit braucht man nur noch einen Mitreisenden hochscheuchen, wenn man die Toilette aufsuchen möchte.

Kurz nach dem Start gab es dann erstmal was zu trinken, wurden warme Tücher ausgeteilt und mit dem Verteilen des Essens begonnen. Just bevor ich mein Essen bekommen sollte, wurde das Austeilen wegen der nun deutlich stärkeren Turbulenzen eingestellt. Nun, mehr Zeit um das ausgefeilte Bordprogramm, das eigentliche Highlight, auszuprobieren. Soviel Spass hatte ich schon lange nicht mehr auf einem Flug. Jeder Fluggast hat seinen eigenen Bildschirm, die Fernbedienung ist zugleich Telefon und Spielekonsole. Zur Auswahl standen viele Filme, sogar die derzeitigen Kinohighlights sind dabei. Dazu Reportagen von BBC, Kinderfilme und Comics. Wer es lieber musikalisch mag, hat die Auswahl zwischen mehr als 100 CDs. Aber nicht das man sich die einzeln anhören müsste, nein man kann seine eigene Playlist kreieren und somit einen Mix aus verschiedenen CDs erstellen! Oder halt Radio hören …. Ja und Spiele gibt es natürlich auch! Doch bevor ich die ausprobieren konnte, gab es dann doch was zu essen und ne Flasche australischen Weisswein! Mensch wie war das schön mal wieder Wein zu trinken. Der letzte war ja nun auch schon wieder mehr als einen Monat her – natürlich hab ich mir noch ne zweite gegönnt. Gut angeheitert und mit den Spielen beschäftigt war an Schlaf nicht zu denken und es machte sich nun eine gewisse erwartungsvolle Unruhe auf Australien breit! Obwohl der Flug auch ruhig hätte ein bisschen länger dauern können landeten wir pünktlich mitten in der Nacht in Perth.

Sollte ich nun auch wie der Papst den Fussboden küssen, schliesslich war ich nach einer 7 monatigen Reise am Ziel meiner Träume? Um eine problemlose Einreise zu gewährleisten, hab ich dann doch lieber darauf verzichtet. ;) Apropos Einreise: Natürlich bekommt man wieder einen Einreisezettel, auf dem dann viele Fragen zu beantworten sind wie: „Haben Sie Dinge aus Holz dabei?“, „Waren Sie innerhalb der letzten 30 Tage in Dschungelgebieten unterwegs?“, „Führen Sie Lebensmittel ein?“ oder „Haben Sie Schuhwerk, an denen noch Erdreste haften können?“. Durch meine lange Reise schon routiniert hab ich schnellstmöglich überall nein angekreuzt, schaut ja sowieso keiner so genau nach. Denkste, die Australier nehmen das sehr genau! In Sichtweise zu den Gepäckbändern sind die Röntgenapparate aufgebaut, alles wird überprüft. Beim warten auf meinen Rucksack hab ich mir dann den Zettel noch mal genau durchgelesen. Mmmh, war ich nicht erst eine Woche vor meinem Abflug im Dschungel Malaysias unterwegs? Ob da noch Erdreste an den Wanderschuhen sind? Ach ja, ich hab ja ein Schachspiel aus Holz dabei …. und ein Messer mit Holzgriff, Anne sei dank! Uuups … leicht eingeschüchtert durch die sich abzeichnende Prozedur und den Warnschildern überall hab ich mich mit meinem Rucksack dann doch zur roten Schlange aufgemacht und noch das Kreuz bei „Holzwaren“ geändert. Nach mehr als einer halben Stunde warten durfte ich dann mein Schachspiel vorzeigen. „Na das sieht ja super aus, kein Problem!“ Und damit war ich entlassen! Herzlich Willkommen in Perth, Australien!

Posted by Kays Welt 08.03.2007 9:30 AM Archived in Australia Comments (0)

Good Bye Asien!

Nach mehr als 7 Monaten in Asien heisst es nun Abschied nehmen!

sunny 31 °C
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Ja, 7 (!) Monate bin ich nun schon in Asien unterwegs. Und heute ist mein letzter Abend hier, morgen um diese Zeit bin ich schon im Flieger nach Perth (Australien). Im Moment schwanke ich zwischen Vorfreude auf das Neue, mich den Herausforderungen zu stellen und der Aussicht, einfach mal wieder arbeiten zu gehen! Auf der anderen Seite schwingt aber im Moment auch viel Wehmut und Trauer mit, diesen tollen Kontinent nun zu verlassen. Und Singapore macht es da nicht einfacher, diese Stadt ist fuer mich einer der vielen Hoehepunkte hier in Asien. Eigentlich genau die richtige Zeit, mal zurueckzuschauen und sich zu erinnern, was ich die ganze Zeit denn so getrieben hab.

Ende Juli ging alles mit dem Flug nach Riga los, voellig chaotisch und nicht wirklich organisiert, ebensowenig wie mein Treffen mit Sandra in Tallinn. Moskau wurde im stop-over Verfahren abgehandelt, nur eine Fussnote auf dem Weg zum ersten Abenteuer - die Fahrt auf der Transsibirischen Eisenbahn. Dreieinhalb Tage auf vielleicht 5 Quadratmetern mit 3 Generationen russischer Frauen - inklusive russischer Gastfreundschaft, dem Bier Baikal 7, dem einschlaeferndem klickklack-klickklack der Schienenstoesse, endlosen Birkenwaeldern und natuerlich "Chai" (Tee). Am Ende war ich dann doch froh, angekommen zu sein um mich dem ersten Workcamp meiner Reise zu widmen.

Der August war vornehmlich vom Wegebau, sitzen am Lagerfeuer, russischen Liedern, sehr viel Spass und dem Baden im eiskalten Bergbach und im Baikalsee gepraegt. Eine Erfahrung, die ich nicht missen moechte, eher moechte ich sie wiederholen! ;) Ebenso wie die anschliessende Fahrt auf die Sonneninsel des Baikalsees, Olchon! In dieser Landschaft wirken alle Farben als wuerden sie im Bildbearbeitungsprogramm noch zusaetzlich verstaerkt. Ende August ging es dann weiter in die Mongolei, Jeepsafari durch die Gobi. Unendliche Weiten, eine sich nur abundzu aendernde Natur, das Schlafen in Jurten und eintoeniger Reis mit Lamm...

Im September dann kam meine Mutter nach China, zwei Wochen mit mir zusammen das Land unsicher machen! Neben Shanghai, Hangzhou, den Terrakotta-Kriegern, Beijing, der Mauer ging es auch auf dem Yangtze durch die 3 Schluchten. Ich denke, meine Mutter wird sich noch lange an diese Reise erinnern. Und schon war ein Viertel Jahr rum ...

Den Oktober habe ich erstmal damit zugebracht, die chinesische Buerokratie mit der Verlaengerung meines Visums zu beschaeftigen. Und mich selbst quaelte die Frage, wie denn nun weiter. Bis hierhin waren ja die Fixpunkte geplant, nun mussten neue Ideen her. Nach verschiedensten Ueberlegungen hab ich mich dann entschieden, in Nepal an einem Workcamp von SCI teilzunehmen. Und auf einmal musste alles ganz schnell gehen, am 26. Oktober hiess es antreten in Nepal. Auf dem Weg dahin galt es aber noch die Kultur der Tibeter kennenzulernen und den Himalaya zu ueberquaeren. Dabei hab ich gleich einen neuen Rekord fuer mich aufgestellt, denn hoeher als 5400 m bin ich noch nie gekommen.

Der November war dann vom malern einer Schule und dem anschliessenden Trekking gepraegt. Einfach mal 4 Tage lang auf Wegen, die noch nie ein Auto gesehen haben, an sehr einfach lebenden aber immer freundlichen Menschen vorbei und dabei immer in wunderschoener Natur mit dem Blick auf die Achttausender. Definitv eines der Highlights! Und Ende des Monats kam dann Anne, meine Reisebegleitung fuer die naechsten 2 Monate in Hongkong an.

Zusammen haben wir dann im Dezember Suedwestchina unsicher gemacht, eine Region die nicht allzuviele Touristen besuchen, mal abgesehen von den Kaarstfelsen in Guilin. Wenn man sich der Grenze zu Vietnam und Myanmar naehert, wirkt alles so unchinesisch und unterstreicht nur, dass eingepraegte Bilder oder Meinungen allzuoft auf Reisen ueber Bord geworfen werden muessen! Was ja nichts schlechtes ist ... Weihnachten haben wir dann in Hanoi gefeiert und uns zur Feier des Festes nicht nur franzoesische Suessigkeiten gegoennt, sondern auch eine Fahrt in die Halong Bay, mal wieder Kaarst sehen! ;) Silvester wurde dann ganz ruhig im Dschungel gefeiert, angestossen haben wir mit einem Bier.

Die folgenden 3 Wochen wurde Vietnam von Nord nach Sued durchquert und ich habe zum ersten Mal das asiatische Festland verlassen. Phu Quoc heisst die Insel und fuenf Tage nur Strandfaulenzen waren auch eine neue Erfahrung fuer mich. Danach per Boot nach Kambodscha und sich die Reste der einstigen Hochkultur der Khmer anschauen - Angkor Wat! Bei bruetender Sonne auf den Spuren Lara Crofts durch die Tempel streifen und dabei die doch sehr detailreichen Verzierungen bewundern. Und weiter gings nach Bangkok, der Abflug Annes nahte. Nach zwei gemeinsamen Monaten fiel uns der Abschied sichtbar schwer. Fuer mich war nun ein halbes Jahr rum und ich stand wieder vor der Frage, wie weiter.

Erstmal abgammeln in Bangkok, von den 4 Wochen Thailand im Februar hab ich knapp drei in Bangkok verbracht. Das Hostel war aber auch ein zu netter Ort ... Zum Schluss dann doch noch shoppen gewesen und losgekommen, wieder auf dem Weg in Richtung Sueden, also Australien naeher kommen. Malaysia ist auch nur etwas mehr als ein Stopp-Over gewesen, leider! Aber hat das erste muslimische Land auf meiner Reise durchaus Appetit auf mehr gemacht, hat es doch ein reichhaltige, vor allem koloniale Kultur und einen der groessten zusammenhaengenden tropischen Regenwaelder.

Tja, und nun bin ich in Singapore, dem suedlichsten Punkt in Asien, dem man sich ohne Schiff naehern kann. Eines ist fuer mich sicher, Asien habe ich nicht bereut und werde auf jeden Fall wiederkommen. All jenen, die auf Asien mit "Was willste denn DA????!" reagiert haben kann ich nur sagen, es lohnt sich und ihr werdet soviele verschiedene Eindruecke bekommen. Von der Anzahl und Verschiedenheit der Kulturen ist Asien problemlos mit Europa vergleichbar!

Aber nun genug zurueckgeschaut, jetzt heisst es vorwaerts, auf nach Australien! Von dort gibt es dann mehr von mir, vorausgesetzt ich loese mich nicht in Wasserdampf auf. In Perth erwarten mich naemlich mehr als 40 (!!!) Grad Celsius ...

Bis denne
Euer Kay

Posted by Kays Welt 06.03.2007 8:56 PM Archived in Singapore Comments (0)

Frohes neues Jahr!

Wie, jetzt erst? Naja, die Chinesen sind halt ein bisschen spaet dran...

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Heute abend feiern also die Chinesen ins neue Jahr hinein. Was lag also naeher, als nach Chinatown zu gehen und zu schauen, wo und wie da die Post abgeht! ;) Und ausserdem bietet es mir nochmal die Chance, all denen ein neues Jahr zu wuenschen, die bisher nicht in den Genuss dieses Wunsches gekommen sind! In diesem Sinne: FROHES NEUES (chinesisches) JAHR! Ach ja, uebrigens, es ist das Jahr des Schweines, also ich wuensch euch VIEL SCHWEIN! ;)

Nun, um es gleich vorweg zu nehmen, es war zwar viel los aber so richtig gefeiert haben sie nicht! Zumindestens nicht wie wir feiern... ;)
Die Hauptstrasse durch Chinatown war lebhaft bevoelkert, der groesste Teil der herumstromernden Massen war aber offensichtlich auslaendischer Herkunft. Die Chinesen selbst haben, geschaeftstuechtig wie eh und je, viele Essensstaende aufgebaut um die Massen zu verkoestigen. So war das fuer mich wie eine Wiederkehr in alte Zeiten meiner Reise. ;) Auch wer noch nicht entsprechend des Festes gekleidet war, konnte dies nachholen. Um wie die Chinesen ebenfalls mit roten T-Shirts, Blusen etc. bekleidet zu sein, konnte man diese an vielen Orten wahlweise mit oder ohne Drachen erwerben.
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Als es dann auf Mitternacht zuging, haben viele Chinesen kleine Altare vor ihren Geschaeften aufgestellt, die alle mit Getraenken, Obst und immitierten Geldscheinen aufgepeppt waren. Selbst die Kleinsten wurden aus dem Bett geholt um dann im Schlafanzug gemeinsam mit den Eltern zu beten. Im Tempel selbst hatten die Raeucherstaebchen nur eine sehr kurze Haltwertszeit - die Tempeldiener waren die ganze Zeit damit beschaeftigt, die soeben angezuendeten Staebchen einzusammeln und in einem Ofen der schnelleren Verbrennung zuzufuehren. Sozusagen wurden die Wuensche der Glaeubigen im Expressverfahren den Goettern zugestellt - setzen die eigentlich extra Goetter fuer Stosszeiten ein? Nur so ein Gedanke ...

Allem Anschein nach feiern die Chinesen erst am ersten Tag des neuen Jahres so richtig - darauf deuteten zumindestens die Proben auf der offiziellen Buehne hin. Aber egal, lustig war es trotzdem und ich wuensche euch allen ein frohes neues Jahr!

Posted by Kays Welt 18.02.2007 4:58 AM Archived in Thailand Comments (0)

Wat Po - Po Wat???

Ein Streifzug durch die komischen Welten Bangkoks

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Heute wollte ich nun endlich mal nach Wat Po, hatte ich mich doch nun schon 3 volle Tage nur im Hostel rumgetrieben. Also raus aus den bequemen 4 Waenden. Auf dem Weg zum Skytrain erstmal gleich wieder eine kurze Rast im 7 Eleven gemacht. Diese Rund-um-die-Uhr offenen Shops sind aehnlich verteil wie bei uns die Sparkassen: kaum geht man aus einem raus und 100 m weit, sieht man den naechsten. Natuerlich grundsaetzlich nicht, wenn man ihn am dringendsten benoetigt! ;) Drinnen gibt es alles was man auf die Schnelle so braucht: Duschbad, Chips, Erdnuesse, gekuehltes Bier, Wurst am Stiel und Getraenke jeder Art. Auch hier gibt es wie in ganz Suedostasien gruenen Tee. Schoen gekuehlt und in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen wie Granatapfel (mein Favorit), Honig-Limone, Kiwi-Apfel, Erdbeere-Pfirsich und zum Valentinstag als Sonderedition Erdbeere pur. Ich hab sie alle durch...und kann sagen, sie sind alle supersuess! Ordentlich in Plastikflaschen verpackt, Glasflaschen oder Tetrapacks sind hier unbekannt, bekommt man an der Kasse trotz Protest noch einen Strohhalm und ne Plastiktuete - Thailand = Plastikland!

So gestaerkt ging es zum Skytrain. Einer S-Bahn gleich schlaengelt sich der Zug durch die Stadt. Aufgestaendert fuehrt die Strecke in 15 - 20 m Hoehe durch die Haeuserschluchten Bangkoks und folgt dabei wichtigen Einfallsstrassen. Kann man zum Beginn noch ueber die Daecher der Stadt schauen und sich wirklich in einem SKYtrain fuehlen, so aendert sich dies sobald man die Innenstadt erreicht. Nun sehe ich nur noch das Spiegelbild des Zuges in den verglasten Einkaufspalaesten. Ich bin mal gefragt worden, ob ich denn nicht den deutschen Winter mit Schnee und so vermissen wuerde. Nun, es benoetigt nur eine 20 minuetige Fahrt mit dem Skytrain um sich wie ein Schneemann zu fuehlen um danach wieder begeistert ins Freie zu treten und aufzutauen. Uebrigens gibt es hier extra ausgewiesene Sitzplaetze fuer Moenche! Ueberhaupt wird den in orange gekleideten Maennern hier viel Respekt entgegen gebracht. Da werden Ihnen Sitze in vollen Bussen angeboten, extra Abteile in den Zuegen, an der Kassenschlange laesst man sie schon mal vor und jederzeit wird ihnen der Weg frei gemacht! Kann mir einige Berufsgruppen in Deutschland vorstellen, die auch gerne (wieder) diesen Respekt bekommen moechten ... Lehrer, Polizisten... ;)

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Draussen in der Sonne wechselt man die Einstellung zu klimatisierten Raeumen wieder sehr schnell. Ausserdem bekommt man ausdruecklich klar gemacht, wieso es besser ist, die Stadt in 20 m Hoehe zu erleben. Thailands Strassenverkehr ist zwar zivilisierter als im Rest Suedostasiens, aber er birgt doch so seine Ueberraschungen. Man stelle sich eine 4 spurige Strasse mit begruentem Mittelstreifen vor. Unser naives deutsches Gehirn denkt sich: klar, 2 Spuren pro Richtung! Weit gefehlt! Da wird auch mal ganz planmaessig eine Spur der Gegenrichtung ganz offiziell mitbenutzt. Auch vor Kreuzungen hat sich eine spontane und variable Spurenverteilung durchgesetzt, so dass statt der vorgesehenen einen Abbiegespur auch schon mal 3 bis 4 Autos parallel abbiegen. Also immer schoen rechts, links, rechts, links, rechts und wieder nach links schauen. Wieso eigentlich zuerst nach rechts??? Nun, auch die Thailaender fahren auf der "falschen" Seite. Komisch, dabei hatten doch die Briten hier nie ihre Finger im Spiel!

Beliebtestes Verkehrsmittel sind vor allem bei den Touristen die Tuk Tuks (Wikipedia). Diese dreiraedrigen Motorbikes knattern ueberall durch Bangkok und sie bieten einem die Moeglichkeit, die Stadt open air zu erleben. Aber genau das ist das Problem: Luft oder besser das was davon mal uebrig blieb. Durch die einzigartige Sitzposition kann man die Abgase der anderen Tuk Tuks direkt von deren Auspuff weg inhalieren. Auch Busse und LKWs bieten ihre Abgasfahnen frei Haus an. Also wer dann noch einen Joint braucht um stoned zu sein...

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Aber wer nun denkt, in Taxis ergehe es einem besser. Ja, man bekommt gefilterte und gekuehlte Luft. Und das laenger als einem lieb ist, wenn der Fahrer nicht weiss, wo man denn hin will. Mit dem Stadtplan bewaffnet steige ich ein. Zuerst tut der Fahrer auch als ob er wuesste wohin es gehen soll. Nun, die grobe Richtung stimmt...aber sicher ist sicher und so wird mein Stadtplan noch 2 weitere Male angefordert. Kurzer Stopp am 7 Eleven, der Fahrer versorgt sich mit Getraenken und Snacks. Wie, wird das nun doch ne laengere Fahrt? Dann bekomme ich den Stadtplan zurueck, anscheinend haben die im Shop ihm auch nicht weiterhelfen koennen. Er fragt mich nun allen ernstes, ob ich denn wuesste, wie wir da hinkommen! :) Schlussendlich haben wir es dann mit Glueck und englisch sprachigen Hinweisschildern geschafft.

Nun erstmal nen Kaffee, schliesslich bietet auch Bangkok hier eine volle Bandbreite: Starbucks (der McDonalds des Kaffees), Pacific Coffee oder eben Black Canyon Coffee (Homepage). Deren Sprueche gefaellt mir am besten: "A drink from paradise ... available on Earth!" oder "The best coffee is as ...black as the devil ... hot as hell ... pure as an angel ... and sweet as love!" :)

Ach ja, und Wat Po?! Ist einer von vielen sehenswerten Tempeln in Bangkok (Wikipedia). Das besondere ist die Statue des liegenden Buddhas, die ihn kurz vor seinem Tod darstellt. Sehenswert, wenn auch die Touristen Busweise dort ausgeladen werden. In der grosszuegigen Anlage ist mir uebrigens ein westlich aussehender, in orange gekleideter Moench aufgefallen. Echt oder nur Tarnung, um die Sitze im Skytrain und den kostenlosen Besuch des Tempels abzustauben? ;) Ich habs nicht herausgefunden...

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Posted by Kays Welt 17.02.2007 4:52 AM Archived in Thailand Comments (0)

Ayuthaya

Die alte Hauptstadt des Koenigreiches Siam

sunny 31 °C
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Hab heute mal wieder den Wecker um 8.30 klingeln lassen, was mich jedoch nicht davon abgehalten hat, doch erst um 11.00 aufzustehen. :) Zum Glueck ist Ayuthaya fusslaeufig zu entdecken und ich hab ja auch noch den morgigen Tag. So hab ich mich erst nach dem Mittagessen auf den Weg gemacht, die alte Hauptstadt zu entdecken.
Ayuthaya liegt rund 90 km noerdlich von Bangkok und war von 1350 bis 1767 die Hauptstadt des Koenigreiches Siam. Wer mehr wissen will ... Wikipedia - Ayuthaya

Die Tempel bzw. deren Reste liegen in einem Park inmitten der Stadt. Oder anders, die Stadt gruppiert sich um die alten Bauten herum, jedoch in gebuehrendem Abstand. Dadurch wirkt alles sehr weitlaeufig und ich hatte nie das Gefuehl, dass mir andere Touristen auf den Fuessen rumtrampeln. Der Khmer-Stil wie in Angkor Wat ist auch hier zu finden, jedoch ist beides nicht wirklich miteinander zu vergleichen. Dies wuerde Ayuthaya nicht gerecht werden, ist es doch viel kleiner und zerstoerter.

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Im ersten Tempel, dem Wat Ratburana, wurde ich von einem Russen angesprochen ...mmh obwohl "angesprochen" es wohl nicht so ganz trifft. Ueberfallartig sprach er gleich drauf los - auf russisch! Das einzige was ich verstehe konnte, war, dass es russisch war! ;) Wie kam er nur auf die Idee, dass ich russisch sprechen konnte? Dann daemmerte es mir, ich hatte ja mein Great Baikal Trail T-Shirt an und auf dem Ruecken steht dies in grossen, russischen Lettern. Tja, Kleider machen Leute ...

Den Rest des Tages hab ich mir noch andere Tempel angeschaut, alle mit unausprechlichen Namen, daher erspare ich sie euch hier. Schoene Anlage, die zum umherwandern und Geschichte auf sich wirken lassen geradezu einlaedt. Sobald die Sonne untergeht werden einige der Tempel auch angeleuchtet - schon alles sehr auf Touristen ausgerichtet ... aber schoen! ;)

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Posted by Kays Welt 15.02.2007 7:41 AM Archived in Thailand Comments (0)

Alles Roger in ... Kambodscha

Chau Doc - Tja, heute heisst es wieder einmal Abschied nehmen, wieder ist die Zeit des Visums abgelaufen und ich werde in ein anderes Land weiterziehen.

sunny 29 °C

Vietnam ist mehr als nur eine Reise wert und es war schön, das Land jetzt noch zu erleben. In einigen Jahren wird sich sicherlich vieles gewandelt haben. Trotz 30 Tagen hab ich bei weitem nicht alles gesehen, es ist vieles offen geblieben, so dass ich bald mal wieder zurückkehren muss!

Nach einer verdammt kurzen Nacht ist aufstehen um 6 Uhr morgens angesagt, viel zu früh für mich! ;) Um 7.30 Ihr gehts los. Aus der erhofften schnellen Fahrt nach Kambodscha wird wohl nix, dass ganze ist als Touri-reise angelegt. So geht es erstmal zur Fischfarm, wo uns unsere Führerin begeistert präsentiert, wie verrückt sich Fische um ein paar Kügelchen Futter "prügeln" können. Die Fischfarmen sind mehr oder weniger schwimmende Häuser, unter denen dann die Fische in Käfigen schwimmen. Futterreste und die Hinterlassenschaften desselben schwämmt ja der Mekong fort. Im Anschluss geht es weiter zu einem Minority-Village - also in Sachen "wie nehme ich einen Touristen aus" sind sie glaube ich keine Minderheit mehr in Vietnam.

Nach diesen Programmpunkten geht es nun in Richtung Grenze. Entlang von Kanälen, schwimmenden Häusern und Reisfeldern bewegen wir uns langsam auf die Grenze zu. Überall wird unser Boot von einheimischen Kindern begeistert empfangen, manche können sogar schon "Hello money" sagen. Für die meisten unserer Mitreisenden dürfte die Bezeichnung wohl ausdrücklich zustimmen! ;) Gegen 11.00 kommen wir an der Grenze an und werden erstmal in ein Restaurant gleich neben dem Fluss verfrachtet. Anne und ich nutzen die Chance, unsere mitgebrachten Brote zu schmieren und zu verzehren. Alles wartet jetzt nur noch auf die Öffnung der Grenze, selbst unsere Reisebegletung wird langsam nervös. Um 13.00 gehts los...oder auch nicht. Denn der Strom fuer das Gepaeckdurchleuchtungsgerät versagt heute, so dass unser Gepäck mal ohne Prüfung durchkommt! ;) Dann halt nur der Stempel und schon geht es auf den neuen Dampfer, der soeben aus Kambodscha eingetroffen ist.
Nun geht es etwas schneller und bequemer zu, d.h. kein Sightseeing mehr, ausser die schönen Dinge neben dem Boot. Übrigens, was hier so breit aussieht ist kein See, sondern der Mekong. Nach gut 3 Stunden Fahrt werden wir an einer Fabrikhalle "ausgeschifft" und weiter gehts mit dem Bus. Vom Sonnenuntergang begleitet erreichen wir nun endlich Phnom Penh!

Posted by Kays Welt 12:43 PM Archived in Vietnam Comments (0)

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