A Travellerspoint blog

Australia

Kunst statt Computer

-17 °C

Gestern abend hab ich endlich mal wieder den Computer allein gelassen und mich der Kunst gewidmet. Claudia, meine persoenliche Kunstberaterin und wandelnder Event-Guide, hat mich schon nach ihrer "Presse"-Vorfuehrung von PICA begeistert. Und so war heute mal ein ganz offizieller Besuch des Theaters angesagt. Offiziell?? Ja, wir haben Eintrittskarten erworben, auch Claudia! ;)

Thema war "Love me", Liebe taenzerisch umsetzen. Naja dachte ich mir, schaun wir mal. Und ich war echt begeistert! So wie man sich modernen Tanz vorstellt, nur ein oder maximal 2 Tanezer auf der Buehne, mit Videoinstallation und Musik.

Beim ersten Akt war per Videoinstallation eine Frau zu sehen, die im Off ueber ihre Ansichten einer Beziehung gesprochen hat, waehrend vorn der Mann getanzt hat. Danach vice versa. Aber es wurde noch besser: nur ein lichtspot von oben, ein Paar was den An-Aus Knopf am jeweils anderen benutzt. Sehr witzig wie so mitten im Streit man einfach mal auf den Aus-Knopf drueckt und Stille herrscht. Wundervolle Idee, ich wuenschte, solch einen Knopf haetten Frauen wirklich! :)

Tja, Fotos hab ich leider keine, aber ihr koennt euch ja mal bei Interesse auf deren web site rumtreiben: http://www.pica.org.au/art07/loveme.shtml

Posted by Kays Welt 8:14 AM Archived in Australia Comments (0)

Ab in den Norden ...

Stocktaking-Tours die IV! Reisen auf Kosten der Firma - langsam gewoehn ich mich dran :)

sunny 33 °C
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Diesmal ging es in den Norden Western Australiens, in die Kimberleys. Ich hab frueher mal Reportagen von Malcom Douglas gesehen, die hauptsaechlich in den Kimberleys gedreht wurden, daher war meine Vorfreude schon gross! ;)

Erstmal ging es mit dem fliegenden Kaengeruh nach Broome, in 33 Grad, blauer Himmel und Sonne pur! Schon der Flughafen vermittelte mit Palmen und wie Strohhuetten gestaltete Gates ein gewisses Urlaubsfeeling. Aber wir waren ja zum arbeiten hier und so ging es mit dem gemieteten Gelaendewagen 680 km in die Mitte des Nichts, auch Halls Creek genannt. Einen Teil der Strecke mussten wir schon im Dunkeln zuruecklegen, etwas, was Australier nicht gerne machen. Denn dann fangen Kaengeruhs an, wie wild vor Autos zu springen. Die sind manchmal aber auch wirklich bloed, statt abzuhauen bleiben sie vom Licht der Scheinwerfer regelrecht hypnotisiert stehen. Oder aber springen von der Seite im richtigen Moment auf die Fahrbahn - so sieht man an den Strassen in regelmaessigen Abstaenden Tierkadaver. Auch wir haben bei diesem Trip leider eines erwischt und ueberfahren. Es war zum Glueck keines der ausgewachsenen 2m hohen Tiere, so dass wir mit dem Schrecken und keinen Beschaedigungen des Autos davon gekommen sind. Ein anderes Auto hatte weniger Glueck, bei denen sind beide Scheinwerfer ausgefallen, damit war wohl campieren und warten auf Tageslicht angesagt.

Was auch noch liebenswuerdigerweise sich so auf den Strassen aufhaelt sind die Rindviecher. Die Farmen sind hier so gross, dass sie oftmals keine Zaeune aufstellen und die Tiere wild umherstreuen und nur einmal im Jahr eingefangen werden. Nur sind Rindviecher ein bissl groesser, bewegen sich langsamer und sind oftmals auch noch schwarz! Keine guten Voraussetzungen um sie in der Nacht rechtzeitig zu sehen. Mehrmals mussten wir ordentlich auf die Bremse treten um einem Zusammenstoss zu entgehen. Also ne tolle Sache waehren doch Rueckstrahler fuer Kuehe oder fluoreszierende Koerperfarben ... Wir haben es jedenfalls bis nach Halls Creek geschafft.

Am naechsten Tag erstmal den Job erledigen, nur 4 Stunden arbeiten dann waren wir schon durch! Da blieb noch genuegend Zeit die Umgegend zu erkunden. Halls Creek war der erste Ort in Australien wo Gold gefunden wurde. Davon zeugen noch die paar Haeuserreste am alten Ort, nicht wirklich sehenswert. Umso mehr dafuer die Palm Spring, schoenes Fleckchen zum relaxen und schwimmen. Und fuer die Geologen unter uns gibt es hier noch eine Quarzader, die aufgrund ihrer Farbe und Beschaffenheit auch Chinesische Mauer genannt wird. Schlussendlich ging es noch zu einer Schlucht ... Anthony versuchte vergebens sie zu erklimmen. Klar, er hatte ja nur eine Hand frei, dass Bier wollte er ja nicht zuruecklassen! ;)

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Da unser Rueckflug erst fuer Dienstag von Kununurra gebucht war, hatten wir noch 2 volle Tage fuer Sightseeing. Einer davon war fuer die Bungle Bungle Range reserviert, auch wenn ich Anthony erst mit Hilfe der oertlichen Touri-Info ueberzeugen konnte. Den Ausflug hat definitv keiner bereut: 200km offroad-Piste mit Flussquerungen, wirklich tolle Mountains und mal so richtiges Australien-Feeling!
Die Bungle Bungle's (Wikipedia) sind erst vor etwas mehr als 20 Jahren entdeckt worden und werden aufgrund der sehr abseits gelegenen Lage und der schwierigen Anreise nur von wenigen Touristen besucht. Die Bergformationen sehen wie Bienenkoerbe aus, dazu liegt ein Duft wie Bienenwachs in der Luft. Wer mehr Fotos sehen will, hier geht es zur Bildergalerie "Bungle Bungle's".

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Leider haben wir die Bungle's am selben Tag wieder verlassen, aber es gibt die Moeglichkeit, dort auch zu uebernachten. Kann ich nur empfehlen! ;) Der naechste Tag war vor allem durch die Fahrt nach Kununurra gepraegt, es ging die ganze Zeit durch die Auslaeufer der Kimberley's. Hab auch gleich mal einen der Road Trains fotografiert, die offiziell bis zu 53m lang werden koennen. Dieser hier war noch 1 1/2 m laenger, wie uns der Fahrer sagte. Naja, jedenfalls ziemlich gross das ganze ... Abends dann noch ein Ausflug zum Lake Argyle und dem Staudamm, der Kununurra zu einer Obst-Hochburg Australiens verholfen hat.

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Am Dienstag dann wieder zurueck nach Perth mit Zwischenlandung in Broome. Fliegen kann irgendwann schon echt nerven, eigentlich will ich nur noch ankommen. Und, womit empfaengt mich Perth?! Richtig, wiedermal mit Regen. Dann will ich doch lieber wieder zurueck in den Norden ...

Posted by Kays Welt 03.09.2007 11:28 PM Archived in Australia Comments (0)

"Stirb langsam" - Bruce laesst gruessen

rain 16 °C

Der heutige Tag hatte wieder das uebliche zu bieten: spaetes Fruehstueck (ich glaub es war schon 12), stroemender Regen in Perth, ich sitz wieder im office und hab keine rechte Lust, an den websiten zu basteln. Da kam mir die Einladung zum gemeinsamen Kinobesuch ganz recht.

Das Fortsetzen bisher erfolgreicher Filme hat ja mittlerweile Tradition, es bietet fuer den Zuschauer auch den Vorteil, mit den geliebten Hauptakteuren mitzualtern! ;) "Die Hard 4" hat sich da nix genommen, ich bin da eher mal auf Harrison Ford in Indianer Jones 4 gespannt!

Die Story des Films gar nicht so schlecht, es ging um Cyberterrorismus und wie anfaellig unser Leben dabei ist. Heutzutage ist ja alles vernetzt, ueber das Internet wird die Strom-, Wasser- und Gasverteilung gesteuert, an den Kapitalmaerkten das Geld von A nach B verschoben, werden Waren gekauft, das Militaer und die Polizei ist vernetzt, ja selbst die Ampelanlagen werden fern gesteuert. Ohne Internet oder mit den falschen Leuten dahinter ist unsere Gesellschaft sehr verwundbar. Also toller Hintergrund der Story, nette Akteure und der ein oder andere bissige Kommentar. Und wie nicht anders zu erwarten war, unser "Hau-den-Michel"-Typ Bruce Willis. Bei einigen sehr gewagten oder besser sehr fantasiereichen Action-Sequenzen musste man schon lachen, schliesslich hat sich Bruce dabei auf eine Stufe mit den anderen Helden des Alltags gestellt wie z.B. Superman oder Batman. Egal, es war ein unterhaltsamer Abend und allemal besser als wieder hinter dem Computer zu verhungern! ;)

Posted by Kays Welt 9:32 AM Archived in Australia Comments (0)

Stocktaking Tours, die III.

Auf Kosten der Firma Australien erkunden ...

sunny 26 °C
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Es ist mal wieder soweit, eine Inventur ausserhalb Perth's ruft. Nachdem ich ja bereits den Sueden und den Nordosten auf diese Art erkundet habe, ging es diesmal weit in den Norden, nach Exmouth. Da dies mehr als 1000km von Perth entfernt ist, war diesmal fliegen angesagt.

Nach dem ganzen Regen hier in Perth war es toll in die Sonne und 30 Grad zu fliegen! ;) Auf dem Flughafen in Exmouth wartete das wohl kuerzeste Gepaeckband der Welt auf uns ... da kann man eigentlich auch drauf verzichten und das Gepaeck den Leuten gleich in die Hand druecken. :)
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Vor dem eigentlichen Job stand aber erstmal ne Sightseeing-Tour an, schliesslich gehen die Aussie's ja verantwortungsvoll mit ihren Touristen um! ;) Exmouth liegt mehr oder weniger am noerdlichen Ende einer Halbinsel und stellt sie nordwestliche Ecke Australiens dar. Die Halbinsel selbst ist nur ca. 30 km breit, sehr trocken und nur spaerlich mit Pflanzen bewachsen. Die ab und zu herunterkommenden Regenfaellen haben regelrechte Canyons aus dem Gestein herausgearbeitet. Beruehmt ist Exmouth und die Halbinsel jedoch eher fuer das Ningaloo-Riff, das sich in wenigen 100m vom Strand entfernt an der Westkueste ausstreckt. Ningaloo ist aboriginee und bedeutet soviel wie "parallel". Mehr dazu gibt es wiedermal auf Wikipedia: Ningaloo-Riff oder der etwas ausfuehrlichere Artikel in englisch: Ningaloo Reef. Und bevor jemand fragt: der schraege Typ da in der Mitte ist Stephen, Schotte und seit neuestem Mitinhaber der Firma, laesst aber nur sehr selten seinen Geiz mal raushaengen! ;)
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Den Job haben wir noch am selben Abend beendet, gegen Mitternacht konnten wir dann zum verdienten Feierabendbier uebergehen. Der Rest der Truppe ist am naechsten Morgen wieder zurueck nach Perth geflogen, ich hab die Chance genutzt ein paar Tage Urlaub zu machen und bin noch ein bisschen laenger geblieben. War sogar billiger fuer die Firma, da mein Rueckflug weniger gekostet hat! ;)

Von Exmouth aus bin ich dann ca 120km in den Sueden mit dem Greyhound-Bus, nach Coral Bay. Ausser mir waren nur noch 3 andere Backpacker im Bus, gegen Mitternacht hab ich dann im oertlichen Hostel eingecheckt und hatte einen ganzen 6-er dorm fuer mich alleine. Auch nicht schlecht ...

Am naechsten Tag war dann erstmal eine "coral viewing and snorkeling"-Tour angesagt, Bilder seht ihr hier. Die Korallen sind nicht sonderlich farbenpraechtig, dafuer aber in voellig verschiedenen Formen. Und das ganze ist vielleicht 20m vom Strand entfernt. Wenn ich erstmal angefangen hab ruhig zu atmen, macht schnorcheln echt viel Spass. Ich muss mich halt erstmal daran gewoehnen, dass da regelmaessig Luft aus dem Schnorchel kommt ... :D
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Tagsdarauf hatte ich gleich nochmal die Chance, mich daran zu gewoehnen. Geplant war eine Manta Ray-Tour, schwimmen mit den grossen Mantarochen. Doch trotz Luftaufklaerung hat sich keines dieser Biester gezeigt. Statt dessen konnte ich mit Schildkroeten schwimmen und nochmals 2 Stunden die wunderschoenen Korallen und die bunten Fische bewundern. Man merkt dabei gar nicht wie die Zeit vergeht, die 6 Stunden auf dem Boot vergingen wie im Flug! ;) War ne wunderschoene Tour, da ich zusammen mit Yvonne, einer anderen Deutschen, alleine auf dem Boot war. Selbstverstaendlich war auch noch ein Kapitaen an Bord ...

Freitag morgen nochmal schnell schnorcheln am Strand, macht schon irgendwie suechtig! Dann ging es leider wieder zurueck zum Flughafen, immer vorbei an mehr als 2 m hohen Termitenhuegeln. Im Gegensatz zum Hinflug war die Maschine auf dem Rueckflug was nettes kleines, ca 40 Passagiere und eine um 1 h laengere Flugzeit. Dafuer konnte ich tolle Bilder machen und hatte Glueck beim Landeanflug auf der richtigen Seite zu sitzen! :) Das ist nun Perth von oben, im Hintergrund sieht man sogar den Indischen Ozean ... schon nett hier!
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Posted by Kays Welt 19.08.2007 8:46 PM Archived in Australia Comments (0)

Endlich wieder Sonne ...

Nach 2 Wochen mehr oder weniger Dauerregen scheint endlich wieder die Sonne ueber Perth!

sunny 20 °C

Zwei Wochen lang das gleiche Spiel: man geht mit dem Regen ins Bett und steht mit ihm wieder auf! Fuer eine zeitlang kann man ja Regen auch geniessen: wenn man es warm und gemuetlich hat, die Essensvorraete voll sind und keine Verpflichtungen ausserhalb der eigenen vier Waenden einen erwarten. Im Apartment von Wayde und Anna war dies gegeben, ich konnte getrost dem klopfen der Regentropfen an der Fensterscheibe zuhoeren. Dank des Windes hier in Perth entwickeln auch einfache Regenschauer eine Dynamik, die wohl in Berlin dann schon Unwetter heissen wuerden. Und dank des tollen Ausblicks konnte ich dem Treiben wirklich etwas abgewinnen.

Aber nach zwei Wochen gehen einem die regelmaessigen Regenschauer und der immer wolkenverhangene Himmel doch ganz schoen auf die Nerven. Nun kann ich die Australier verstehen die sagen, der Winter ist die Jahreszeit, der sie nix abgewinnen koennen. Feucht und kalt. Aber alles hat mal ein Ende und so scheint nun schon seit 3 Tagen die Sonne von einem meist strahlend blauen Himmel herunter und es kommt sowas wie Fruehling auf. Ich meine von den Temperaturen her waren auch die letzten Monate eher wie ein deutscher Fruehling. Wenn die Sonne scheint sinds 20 Grad, so laesst es sich aushalten! ;)

Tja und noch was hat sich veraendert. Ich hab das Apartment verlassen und bin wieder in einem Hostel. Aber diesmal keines dieser grossen und billigen, ich hab mir ein kleines, idyllisches ausgesucht. Schoen gemuetlich in einem der aelteren Haeuser hier untergebracht hat es wirklich eine familiaere Atmosphaere, man kennt sich untereinander. Wer mal einen Blick riskieren will: mein Hostel. Keine Sorge mehr um Tassen oder Besteck, beides war ja schon Mangelware im Britannia on Williams, jeder waescht sein Zeug sauber (!!) ab, wir kochen zusammen oder gehen ins Kino. Alles Dinge, die ich bisher hier vermisst habe und die es wert sind, 40 $ die Woche mehr auszugeben. Wofuer geh ich sonst arbeiten... ;)

Was sind die weiteren Plaene?! Nach meiner Entscheidung, nun doch erst im Januar zurueckzukehren wird mir trotzdem langsam bewusst, die Reise neigt sich dem Ende zu. Einige werden jetzt lachen und sagen: hey Du hast noch 5 (!) Monate! Ja richtig, aber bisher war es eher so ein Reisen ohne Ende, ohne Zeitbegrenzung. Aber ich will noch soviel machen und sehen das selbst die 5 Monate viel zu wenig sind. Naja am Ende raecht es sich, dass ich soviel Zeit hier in Perth verbracht habe, aber es hat sich ja gelohnt! :)

Als naechstes werde ich wahrscheinlich noch ein bisschen trekken gehen und den Sueden von Western Australia unsicher machen um dann ich Richtung Norden aufzubrechen um mir die Kimberleys und vielleicht auch den Kakadu National Park anzuschauen. Alles natuerlich erstmal nur Grobplaene ... ;)

Mehr dann, wenn feststeht was ich wann mache. Jetzt geniesse ich erstmal wieder einen dieser tollen Fruehlingstage im Winter Australiens! ;)

Posted by Kays Welt 3:40 PM Archived in Australia Comments (0)

Ich bin semi-Trendsetter! :)

semi-overcast

Heute bei Spiegel Online gelesen: WELTREISE OHNE FLUGZEUG -Die Entdeckung der Langsamkeit.

Okay, mit den Schiffen hatte ich es nicht so ganz, aber dafuer mit Bahn und Bus. Ich hab mich sehr gefreut ueber den Artikel, kann ich ihn doch nur bestaetigen. Fliegen ist so normal geworden, dass Bahnfahren schon wieder was besonderes ist! ;) Probiert es aus in eurem naechsten Urlaub!

Liebe Gruesse aus Perth
Kay

Posted by Kays Welt 10:57 PM Archived in Australia Comments (0)

Hatschi!

rain 15 °C

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So sah es heute bei mir aus: Regen, Regen und nochmals Regen. Naja, mich stoert es eh nicht weiter, lieg ja sowieso nur auf der Couch und lausche dem beruhigenden Geprassel der Regentropen, nur unterbrochen von meinem wuesten Geschnaube. Verteile im Apartment kleine Haeufchen mit benutzten Taschentuechern: neben der Couch, neben dem Laptop und natuerlich neben meinem Bett. Oh wie ich es hasse, krank zu sein!

Und der einzige, der mir dabei Gesellschaft leistet ist Kater Kinky! Der hat sich nun als Gourmet-Kater geoutet, Whiskas ist ihm nicht gut genug. Er will bitte schoen das was er bisher immer bekommen hat, Fancy Feast, ist ja schliesslich noch teurer. Noch nie gehoert? Ich auch nicht, jedenfalls kriegt er es jetzt nicht. Wenn er Hunger hat, wird er Whiskas zu schaetzen lernen! ;)

Posted by Kays Welt 9:06 AM Archived in Australia Comments (0)

On the road again ...

oder: spesenfreies Reisen die II!

sunny 25 °C
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Wiedereinmal war es soweit, die Stocktaker sind unterwegs. Mit den zwei firmeneigenen Autos ging es diesmal weit in den Norden und Osten Westaustraliens, also mittenrein ins nirgendwo. Geplant waren fünf Tage, Donnerstag füh gings los und die Rückkehr war für Montag abend angesetzt. Aber es sollte anders kommen, zumindestens für einen Teil der Gruppe...

Los ging es am Donnerstag morgen 7.30, gefühlte 3.30 Uhr morgens. Um erstmal den gefühlten jetlag zu überwinden wurde noch eine Kaffeepause bei Barry zuhaus eingelegt bevor es dann ca. 200km in den Norden nach Jurien ging. Ein mittelgrosser Supermarkt, nicht weiter interessant. Interessant fuer uns sollte der Ausflug zum Windpark sein, zumindestens nach Ansicht von Barry. Ein bisschen enttaeuscht war er glaube ich schon als ich ihm erzaehlte, dass dieser Anblick fuer Deutsche nun wirklich nix besonderes mehr ist. Die Groesse war schon ganz ordentlich, immerhin kann der Windpark 50.000 Haushalte mit Strom versorgen. Und unter den Rotoren grasen die Kuehe, ganz nach der Gruenen Weltanschauung. ;)

Uebernachtung dann in Dongara, nochmals ca. 150 km weiter noerdlich. Den Ort kannte ich ja schon von meinem ersten Ausflug, kleines verschlafenes Nest direkt am Meer, leistet sich aber immerhin 3 mehr der weniger grosse Baumaerkte! ;) Naja, in der Gegend wird gerade auch viel gebaut, nach dem eigenen Haeuschen oder Apartment baut sich der Grossverdiener-Minenarbeiter nun halt ein Ferienhaus.

Am naechsten Morgen den oertlichen IGA-Supermarkt gezaehlt und weiter gings nach Kalbarri, mehr oder weniger das Urlaubsziel der in Perth lebenden. Ein Team hat gearbeitet, dass andere (die Touristen unter uns) konnten die Umgegend unsicher machen. Der Ort liegt an der Flussmuendung des Murchison Rivers, der nicht weit entfernt vom Ort einen wunderschoenen Canyon hat entstehen lassen. Bevor wir den in Angriff genommen haben, hiess es erstmal Mittag essen, diesmal nicht in einem Roadhouse oder einer sonstigen Burgerstation sondern in einem richtigen Restaurant!!! Hab gleich die Chance genutzt mal wieder was gesundes zu essen und einen Salat bestellt! ;) Kalbarri liegt wunderschoen am Indischen Ozean, tolle Kliffs und einsame Straende. Dies sieht auch unsere Stocktaking-Gang so, Barry vorn hatte eine schoene Erklaerung, warum der Himmel blau ist: das Licht spiegelt sich im Ozean. Tolle Erklaerung fuer Verliebte, naja vielleicht bin ich da doch zu sehr aufgeklaert ... Ah ja, und solche Campervans sieht man hier haeufiger: ganz praktisch, man kann zu zweit hinten drinne schlafen, hat Campinggeschirr dabei und ist unabhaengig. Die Dinger gibt es zu mieten und jeder hat einen anderen tollen Spruch drauf. Den hier fand ich nun wieder sehr gut ...
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Zum Canyon fuehrt eine dieser typischen australischen Pisten, gelber Sand und Straeucher bis zum Horizont. Die Schlucht selbst taucht dann unvermittelt in dieser eintoenigen Landschaft auf. Vom ersten Aussichtspunkt sieht man gut die kleinen Schluchten der Nebefluesse. Wir aber wollten ja noch weiter, zum "natural window". An diesem Aussichtspunkt sieht man wie der Fluss eine Schleife beschreibt und die Stelle, an der er wohl in der Zukunft mal durchbrechen wird. Bestimmt nicht heute, den ausser einigen Tuempeln fuehrt der Fluss kein Wasser, ist halt schon Trockenzeit. Alles weitere erzaehlen ja die Bilder besser als ich ...

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Uebernachtung dann in Geraldton, von wo es dann am naechsten morgen 300 km nach Osten gehen sollte. Das ist wirkliches Outback, hier sagen sich nicht mal mehr Hase und Igel Gute Nacht. Dafuer dann aber wenigstens eines unserer Autos, es hat einfach seinen Geist in Yalgoo aufgegeben. Glaube, da war wohl die Benzinpumpe futsch, oder sowas. Was folgte waren viele und lange Telefonate von der einzigen oertlichen Telefonzelle, Handyempfang gabs selbstredend natuerlich nicht. Selbst die Leute vom RCA (dem australischen ADAC) meinten, dass wir uns wirklich im nirgendwo befinden und uns wohl keinen besseren Ort haetten aussuchen koennen. Naja, wenigstens sind wir in einer Siedlung mit Pub und General Store gestrandet ... und die Tourismusinfo, so eine Art Wandzeitung, hat ja auch gross versprochen: "Your outback-adventure starts here!" Wohl war ...

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Um das Auto in die naechst groessere Siedlung (die Australier nennen selbst Kreuzungen mit ein paar Haeusern drumherum "Town"!) zu schleppen (rund 150 km), haette die Firma 600 Euro zahlen sollen, ohne zu wissen, ob das Auto ueberhaupt repariert werden kann. Soviel ist das Auto mit mehr als 300.000 km auf dem Tacho nicht mehr wert und so steht es noch immer in Yalgoo ... Wenigstens hatte ich durch den unfreiwilligen Aufenthalt mehr als genug Zeit ein paar Fotos zu schiessen. Der Ort hat neben einer Polizeistation zwei alte verfallene Kirchen, eine Krankenschwester, einen winzigen Tante-Emma-Laden und natuerlich einen Pub! Und eine lebendige Aboriginee-Kultur. Bevor jemand fragt, die Naidoc-Woche findet jedes Jahr in der ersten Juli-Woche statt und feiert die Geschichte, Kultur und Erfolge der Aborigines. Mehr dazu in englisch auf www.naidoc.org.au.
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Ich hoffe nur, dass unser Wagen nicht auch mal so aussieht ... Dies ist uebrigens der Urvater aller 4WD Autos, ueberhaupt ist wohl Australien sowas wie das Geburtsland und Eldorado fuer Allradgetriebene Autos. Naja, fuer unser Auto wohl eher nur noch Friedhof ... Ach ja, merkwuerdige Verkehrszeichen haben die hier!!! Achtung im Schneckentempo fahren???
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Fuer ein Team von uns folgte nun eine Nacht in Yalgoo, die anderen sind zurueck nach Geraldton um einen Mietwagen zu holen. Echtes Country-Pub-Feeling, deftige Burger mit Pommes und natuerlich Bier. Naja, auf Dauer jedenfalls ziemlich langweilig. Punkt 10.00 Uhr am naechsten Morgen konnten wir diese Einoede verlassen und unsere Reise im Outback Australiens fortsetzen. Ziel war diesmal Wongan Hills, statt arbeiten war dort nur noch uebernachten angesagt. Im oertlichen Pub hab ich dann Cindy kennengelernt, wiedermal eine Deutsche hinterm Tresen. ;) Sehr beliebter Nebenjob, ca. 300 Euro die Woche mit freier Unterkunft und Verpflegung sowie das Kennenlernen der typischen Australier! ;)

Von Wongan-Hills ging es durch ausgedehnte Getreidefelder auf kleinen Nebenstrassen nach Koorda. Die Farmen hier duerften noch groesser sein als die LPG's in der DDR. Wenn das Getreide hier richtig hochsteht und sich im Wind wiegt muss das ganze grossartig aussehen. Jetzt ist nur alles braun und abundzu schaut mal ein gruenes Pflaenzchen raus. Immer weiter durch diese Landschaft ging es bis nach Mukinbudin, ausgesprochen sowas wie Mackebuddn. Welche Bedeutung der Name hat konnte mir keiner der Einwohner erklaeren, nur soviel: irgendwas aboriginee ... Soviel beschaeftigt sich der Durchschnittsaustralier mit seinen Ureinwohnern ...
Der Bahnhof selbst duerfte nur noch zu den Erntezeiten wieder zum Leben erweckt werden. Im Hintergrund sieht man die grosse Befuellungsanlagen fuer das Getreide, die Gegend heisst hier nicht umsonst "The weatbelt"!
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Auch hier konnten wir den ortseigenen Pub ausgiebig kennenlernen, denn hier hat es das zweite Auto erwischt. Irgendwo war ein Leck im Kuehlkreislauf, so wie wir oben das Kuehlmittel reinschuetteten, kam es unten wieder raus. Wer machte noch den Witz: Losgefahren mit 2 Autos, zurueckgekommen mit 2 Mietwagen... Jedenfalls konnte ein Team nochmals die lokale Gastfreundschaft testen und ist erst nach der Reperatur am naechsten Tag nach Perth zurueckgekehrt.

Ich habs jedenfalls wiedermal genossen auf diese Art und Weise das Land kennenzulernen. Viel zu arbeiten gab es nicht, aber Gott sei Dank verdiene ich ja auch beim rumkutschiert-werden. ;)

Posted by Kays Welt 12.07.2007 1:15 AM Archived in Australia Comments (0)

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