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Auf nach Nepal

Ein letztes Mal die 5000er bezwingen, die tolle Aussicht geniessen und dann immer abwärts, Nepal entgegen!

sunny
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Nun endlich Nepal! Wenn man von der baumlosen, kalten und windigen tibetischen Hochebene zum Grenzübergang nach Nepal kommt, mutet es einem an als nähere man sich dem Paradies. Erst ein paar Gräser, dann Büsche und schliesslich Bäume sind an den Hängen der Schlucht zu sehen. Blüten, Schmetterlinge, ja sogar Vögel sind wieder dabei und der bisher triste Farbkanon aus blau (Himmel), weiss (die schneebedeckten Berge) und braun (alles andere) wird mit allen anderen Farben ergänzt.
Aber wie wir aus der Geschichte der Menschheit wissen, gilt es ein paar Hürden auf dem Weg zum Paradies zu meistern.Und hier ist es der chinesische Grenzposten, der just zu unserer Ankunftszeit in seine Mittagspause verschwindet - ergo 2 Stunden Wartezeit für uns. So interessant ist dieser Grenzort nun auch wieder nicht und für mich läuft die Zeit. Morgen um 13:30 will und muss ich pünktlich im SCI-Hauptquartier in Panauti sein. Aber ändern kann ich es sowieso nicht und begnüge mich damit, die Szenerie und die Sonne auf mich wirken zu lassen. Der Grenzort, sehr geschäftig wie überall in China, zieht sich wie ein langes Band an der in Serpentienen absteigenden Strasse entlang. Die Geldwechsler geben auch nach dem 10. Nein nicht auf, ob sie sich Gesichter nicht merken können oder wollen? ;) Ein anderer Chinese mit doch sehr komisch anmutendem Buckel versucht mit Schaufel und Besen die Grenze zu überqueren. Da anscheinend das Mittagsessen die volle Aufmerksamkeit der Grenzbeamten verdient, gelingt dem "Strassenkehrer" dies auch. Inzwischen haben sich weitere Reisende der Wartegemeinschaft angeschlossen. Darunter sind auch andere Jeepbesatzungen, die uns auf dem Weg von Lhasa hierher "begleitet" haben. Gemeinsam verlassen wir dieses Land, nicht ohne vorher nochmal unser Gepäck durchleuchten zu lassen. Nicht notwendig zu erwähnen, dass die Grenzbeamtin vor den Monitoren ausschliesslich mit der Lektüre ihrer Zeitung beschäftigt ist. ;) Nach dem 3. (!) Vorzeigen des Passes dürfen wir endlich die "Brücke der Freundschaft" überqueren. Auf nepalesischer Seite werden wir freundlich von einem Grenzer mit einem "Namaste" (nepalesisch Guten Tag) begrüsst. "Wer braucht noch ein Visum?" ist die nächste Frage, 5 min später hab ich meines im Pass. Wie locker das alles gehen kann... Nepal hat nicht wirklich viel mit China gemein, genau genommen gar nichts. Ich bin sofort in einer anderen Welt und bin mir sicher, so manche chinesische Eigenart nicht zu vermissen! ;)

Posted by Kays Welt 24.11.2006 11:15 PM Archived in China

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